Wir schätzen den Wettbewerb

Die Zuger Zeitung hat uns im Rahmen der Zuger Messe am Stand besucht. Das Interview ist am 24. Oktober 2018 erschienen.

Wie schon in den Vortagen strömte auch gestern Dienstag viel Volk an die Zuger Messe. Noch bevor die ersten Messebesucher seinen Stand in der Halle 8 erreichten, befragte die «Zuger Zeitung» Peter Egli (32), Geschäftsführer der Weinwerft in Altendorf und zuständig für die Zentralschweiz, zu dessen Engagement an der Herbstschau.

PeterEgli, wie oft waren Sie schon an der Zugermesse und warum?

Peter Egli: Noch nie. Dies, weil wir eine kleine Weinhandlung sind und uns auf Produzenten mit nachhaltiger Produktion und geringenQuantitäten konzentrieren. Zug ist für uns darum interessant, weil die Leute weinaffin sind und hier kein Überangebot an Händlern herrscht. Darum präsentieren wir unsere Weine in diesem Jahr erstmals dem privaten Publikum. Denn bislang belieferten wir zu 90 Prozent die Gastronomie.

Haben Sie schon viel verkauft?

Ja doch. Dies vor allem auch, weil wir bereits bei guten Restaurants in der Region mit unseren Weinen vertreten sind.

Finden Sie es nicht problematisch, dass sie einer von 40 Weinhändlern an der ZugerMesse sind? Und dies bei 220 Ständen.

Nein. Da wir junge Händler sind, schätzen wir den Wettbewerb. Zudem können die Kunden bei uns keine Allerweltsweine degustieren und bestellen. Vielmehr
sind bei uns Trouvaillen und Raritäten zu finden. So gestaltete zum Beispiel Rolf Knie die Etiketten des Weins des Mallorquiners Toni Gelabert, mit dem er gut befreundet ist. Diesen Wein gibt es bei uns zu kaufen.

Werden Sie auch im nächsten Jahr an der Messe vertreten sein?

Unbedingt. Allerdings würden wir unsere Kunden gerne an einem zentraleren Standort begrüssen dürfen.

Was gefällt Ihnen an der Zuger Messe besonders?

Die Messeleitung macht einen super Job, die Infrastruktur ist gut, alles ist toll organisiert und die Messe kostet Eintritt. So kommen kaum Leute, die nur gratis konsumieren wollen. Mir scheint zudem, dass die Zuger gewillt sind, für gute Produkte auch Geld auszugeben.

Was stört Sie an der Messe?

Dass man an vielen Ständen und in den Restaurants nicht mit der Karte bezahlen kann, finde ich störend. Das sollte heute, dank den technischen Möglichkeiten, Standard sein.

Wie viel kosten Ihr teuerster und günstigster Wein?

Der teuerste kostet 49 Franken inklusive Messerabatt. Ausgenommen sind die Trouvaillen, von denen es nur wenige Dutzend Flaschen gibt. Der Twenty Twelve Rosé kostet inklusive Rabatt hingegen nur 15.90 Franken. Dabei handelt es sich um einen mallorquinischen Rosé, der das junge Publikum als Lifestyle Produkt besonders anspricht.