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Ca Ses Rosetes GIRÓ ROS - Ca´n Verdura
CA`n Verdura
Ca Ses Rosetes GIRÓ ROS - Ca´n Verdura
CHF 27.00 -
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Über
CA`n Verdura

Mehr Mallorca geht nicht
Can Verdura ist kein Projekt, das auf kurzfristigen Trends aufgebaut wurde, sondern ein Weingut, das tief in Binissalem verwurzelt ist. Die Familie Llabrés arbeitet seit sechs Generationen mit Reben in dieser historischen Weinregion Mallorcas. Tomeu Llabrés, der jüngste Vertreter seiner Generation, hat diesem Erbe jedoch eine neue Richtung gegeben: nicht grösser, lauter oder internationaler, sondern präziser, mallorquinischer und eigenständiger. Nach dem Önologiestudium in Tarragona sammelte er praktische Erfahrung im Priorat und später auf Mallorca, unter anderem bei namhaften Betrieben wie 4 Kilos, Ànima Negra und Son Campaner.
2010 begann das Projekt zunächst ohne eigenes Weingut mit Mantonegro-Trauben vom Grossvater; 2012 öffnete Can Verdura dann in einer ehemaligen Garage im Dorfkern von Binissalem seine Türen. Genau dieser bescheidene, fast handwerkliche Anfang prägt das Gut bis heute: klein, konzentriert und kompromisslos auf Herkunft ausgerichtet.


Die Lage – Kraft aus karger Landschaft
Die Heimat von Can Verdura ist Binissalem, die klassische Weinregion im Zentrum Mallorcas. Die Reben liegen in einer warmen, trockenen, mediterranen Umgebung, profitieren aber von den Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht, die den Weinen Frische und Spannung geben. Besonders wichtig sind die typischen rötlichen, kalkhaltigen Böden der Gegend, lokal als call vermell bekannt. Diese Böden, zusammen mit der Lage der Weinberge auf etwa 100 bis 150 Metern Höhe, geben den Weinen Struktur, Würze und eine sehr klare regionale Handschrift. Tomeu Llabrés arbeitet mit kleinen Parzellen, häufig aus alten Beständen, und versteht diese Unterschiede nicht als Nebensache, sondern als Zentrum seines Stils.
Arbeit im Keller – Präzision statt Übertreibung
Im Keller verfolgt Tomeu Llabrés keine laute Kellertechnik, sondern eine sehr kontrollierte, präzise und zurückhaltende Handschrift. Gelesen wird von Hand, die Trauben werden selektiv verarbeitet und je nach Wein getrennt nach Parzellen vinifiziert. Der Ausbau erfolgt nicht schematisch, sondern so, wie es dem jeweiligen Wein dient: Edelstahl für Klarheit und Frische, grössere gebrauchte Holzgebinde oder französische Eiche für Struktur und Tiefe, ohne die Frucht zu überdecken.
Gerade bei Can Verdura fällt auf, dass Holz nie Selbstzweck ist. Die Weine sollen nicht geschminkt wirken, sondern nach Mantonegro, Moll, Giró Ros oder Escursac schmecken — und vor allem nach Mallorca. Dieses Arbeiten im Kleinen beschreibt das Gut selbst treffend als „viticultura en miniatura“: kleine Mengen, kleine Parzellen, grosse Präzision.
Das besondere?
Can Verdura ist eines der Weingüter, die Mallorca qualitativ neu definiert haben. Tomeu Llabrés gehört zu jener Generation, die gezeigt hat, dass mallorquinische Weine nicht schwer, überreif oder rustikal sein müssen, sondern fein, lebendig und voller Herkunft sein können. Besonders bemerkenswert ist sein kompromissloser Einsatz für autochthone Sorten wie Mantonegro, Moll, Giró Ros oder Escursac. Während viele Betriebe lange stark auf internationale Rebsorten setzten, hat Can Verdura den lokalen Sorten wieder Selbstbewusstsein gegeben.
Das wird heute auch von der internationalen Kritik bestätigt: aktuelle Parker-Bewertungen liegen für mehrere Weine im sehr starken Bereich, etwa 93 Punkte für Supernova 2024, 94 Punkte für Son Agulló 2024, 94 Punkte für Ca’n Xicatlà 2023 und 92 Punkte für Supernova Blanc 2023. Genau diese Kombination aus Herkunft, Präzision, kleinen Mengen und internationaler Anerkennung macht Can Verdura heute zu einem der spannendsten Namen Mallorcas.

